Ausländerwahlrecht – Nein danke

Für heute mal ein bisschen Patriotismus.

Manchmal macht es mich fast wütend, wenn ich daran denke, wieviele Luxemburger ins Ausland ziehen müssen, weil sie sich in ihrem eigenen Land keinen Wohnraum leisten können. Unsere Regierung interessiert das jedoch wenig. Die ist eher darauf bedacht, dass Ausländer sich integrieren und dass sie das Wahlrecht erhalten, als dass sie etwas dafür tun würde, dass die eigenen Landsleute im Land wohnen bleiben können.

Obwohl ich mittlerweile bereits sieben Jahre im Ausland lebe, würde ich niemals auf die Idee kommen, in meinem Gastland das Wahlrecht zu fordern. Dabei fühle ich mich sehr wohl in dem kleinen Ort in der Nähe von Trier. Angenommen, ich würde mich eines Tages sosehr mit Deutschland und seiner Kultur identifizieren, könnte ich die deutsche Nationalität beantragen. Ich schreibe in Deutsch, habe deutsche Freunde, nehme am kulturellen Leben hier teil, aber in meinem Herzen bin ich Luxemburgerin und nicht Deutsche. Von meinem Wahlrecht in Luxemburg hatte ich leider nicht Gebrauch gemacht. Denn wie die meisten Luxemburger bin ich mit der aktuellen Gambia-Koalition nicht glücklich. Die Zufriedenheit, von der Michel Lentz in seinem „Feierwon“ schreibt und der freie Geist schwinden. Dies führe ich allerdings auf die Politik der aktuellen Regierung zurück.

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Einer meiner Söhne erzählte mir kürzlich, dass er mit seiner Freundin auf der „Plëss“ saß und die Leute beobachtete. „Wir wollen doch einmal sehen, wann wir den ersten Luxemburger sehen“, meinte er. Nach einer ganzen Weile schienen sie fündig geworden zu sein. Leider waren es dann doch keine Luxemburger, sondern Holländer.

Wenn ich durch Trier gehe, begegne ich auch vielen Ausländern, doch ich weiß dabei stets, dass ich in Deutschland bin. In Luxemburg ist das anders. Man fühlt sich mittlerweile als Fremder im eigenen Land. In Deutschland oder andern europäischen Ländern würde niemand auf die absurde Idee kommen, den dort wohnenden Ausländern das Wahlrecht zuzugestehen. Die speichelleckenden Medien mit Gambia wollen die luxemburgische Minderheit wahrscheinlich gleich ganz in die Ecke drängen. Vielleicht wird es bald ein noch exotischeres Luxemburg gebe, von Ausländern regiert, indem die Luxemburger dann rein gar nichts mehr zu sagen haben. Wollen wir das, sind wir bereit unsere Souveränität aufzugeben? Ich glaube nicht. Es scheint eher so, als würden die meisten Luxemburger Bürger am 7. Juni „3x Neen“ ankreuzen.

Ich habe sehr viele ausländische Freunde und Bekannte und sie kommen aus allen Herrenländern. Man hänge mir also bitte keine xenophobe Haltung an.

Doch ich finde, die Souveränität der Luxemburger sollte bleiben: „Mir welle bleiwe wat mir sin“.  Also, kurz gesagt, ich bin gegen ein Ausländerwahlrecht.

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De Feierwon dén as bereet,

E päift durch d’Loft a fort e geet,
Am Dauschen iwer d’Stroos vun Eisen,
An hie geet stolz den Noper weisen,
Dat mir nun och de Wee hu fond,
Zum éiweg grousse Völkerbond,

Refr.:
Kommt hier aus Frankräich, Belgie, Preisen,
Mir wellen iech ons Hémecht weisen,
Frot dir no alle Säiten hin,
Mir welle bleiwe wat mir sin.
Frot dir no alle Säiten hin,
Wei mir esou zefridde sin.

Mir hale fest un onser Scholl,
Vu Léift fir d’Land sin d’Hiezer voll;
Wa mir och keng Milliounen zielen,
Dir gëtt ons uechter d’Welt ze wielen;
Mir ruffen all aus engem Monn:
Ke bessert Land beschéngt jo d’Sonn!

D’Natur, déi laacht ons iwerall,
Si rëscht de Biereg an den Dall
Mat Fielse wéi gewalteg Riesen,
Stret Blummen iwer Gart a Wisen:
Ké Keppchen Ierd, wou Halm a Räis
Net riede vun dem eise Fläiß

An d’Voll’k a mengem Heemechtsland
Huet géint all Mensch d’Häerz op der Hand;
Seng Fräiheet deet em d’A blenken,
An d’Trei, déi deet seng Wierder klenken;
Seng Sprooch matt hire friemen Téin,
D’Gemittlechkeet, déi mecht se schéin.

Mir hu keng schwéier Lascht ze dron
Fir eise Staatswon dun ze gon;
Keng Steire kommen äis erdrecken,
Keen Zwang de fräie Geescht erstecken;
Mir maachen spuersaam eise Stot,
Kee Biirger a kee Bauer klot.

An huet dir dann de Wäert erkannt
Vum klenge Lëtzebuerger Land,
An dir musst fort rem vun éis goen,
Da kennt dir an der Heemecht soen:
t ass d’Gréisst net graad, déi d’Glëck bedeit,
Well an deem Land si glecklech Leit !

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