Die Autorin

Es gibt so einiges, was ich als Frau, Mutter, Pflegemutter, Erzieherin und Autorin erlebt habe. Das verarbeite ich in meinen Büchern. Darin kommen die unterschiedlichsten Facetten von mir als Autorin zum Ausdruck. Ob Kinder- Jugendbücher, Novelle, Gedichte oder Kurzgeschichten, sie beinhalten viel Erlebtes, Persönliches, Gedachtes, Empfundenes und Erfundenes.

Mit dem Schreiben begann ich in einer Trennung- und Scheidungsphase. Das erste Buch ist ein utopischer Roman über die Sterbehilfe.

Es macht mir Freude, für Kinder und Jugendliche zu schreiben. Läuse, Mobbing, Essstörungen und Identitätsfindung sind nur einige der Topics. Ich habe selbst 8 Kinder und ein Pflegekind großgezogen und es gibt bereits eine Reihe von Enkelkindern.

Mittlerweile sind mehrere Kurzgeschichten und einige Gedichte entstanden. Ein Grund wieder ein neues Buch herauszugeben.

Ich engagiere mich besonders für Kinder und Familie und blogge gern über brisante Themen. Ich beobachte die gesellschaftliche Entwicklung und gebe meinen Senf dazu in Kategorien wie: Familie, Gender, staatliche Kinderbetreuung, Frühsexualisierung, Erziehungsfragen, Glaube, Toleranz usw. Es gibt auch eine Rubrik „Extra für euch Jugendliche“, mit Themen, die speziell sie betreffen.

Mit großer Begeisterung halte ich Lesungen für Schulklassen und nicht weniger gern an anderen Orten für ein Erwachsenes Publikum.

scanscanpreview12249948_1030777813609983_8368022679621958377_n

Advertisements

Dr. Caroline Leaf – Bestsellerautorin, Christin und Hirnforscherin

Woher kommen unsere Gedanken? Wie können wir sie steuern, beeinflussen?

Die Hirnforschung ist einfach faszinierend. Ich bin begeistert von Dr. Caroline Leaf. Sie ist nicht nur Wissenschaftlerin sondern auch Christin und verbindet ihre Forschungen über das Gehirn mit ihrem Glauben an Gott und den Aussagen der Bibel. In der Hirnforschung sieht sie Gottes Herrlichkeit.

In der Bibel steht, dass wir unsere Gedanken gefangen nehmen können in Christus. Wir kontrollieren unser Gehirn, nicht das Gehirn uns.

Einige Aussprüche von Dr. Leaf: Wir sind denkende Wesen. Wir haben die Gabe des Denkens, wir denken und treffen Entscheidungen. Unsere Gedanken sind wie Wälder, da gibt es mächtige Bäume der Gedanken. Jeder Gedanke beeinflusst unser Gehirn positiv oder negativ.

Unser Verstand verändert die Struktur unseres Gehirns. Er hat Einfluss auf unsere Seele und auf unseren Körper.

Durch unser denken und wählen verändern wir den Körper. Wir wählen, gut oder schlecht – unsere Entscheidungen haben Konsequenzen.

Wir sind nicht Opfer unserer Biologie. Wir können unser Gehirn trainieren, unser Gehirn verändern durch unsere eigene Gehirnchirurgie.

Seit 1985 forscht Dr. Caroline Leaf auf dem Gebiet der Wissenschaft der Gedanken. Leidenschaftlich setzt sie sich – auch als überzeugte Christin – dafür ein, dass Menschen ihr größtes Potential entdecken und ausschöpfen können. Hierfür verwendet sie Techniken, die in Übereinstimmung mit neurowissenschaftlichen Prinzipien entwickelt wurden. Sie ist eine international bekannte Autorin und Sprecherin. Die Südafrikanerin lebt mit ihrem Ehemann Mac und ihren vier Kindern in Texas/USA.

Auf ermutigende und leicht verständliche Weise erklärt die Bestseller-Autorin Dr. Caroline Leaf, welchen Einfluss unsere Gedanken auf unsere körperliche und psychische Gesundheit haben. Anhand neuer und verblüffender Erkenntnisse aus dem Bereich der Hirnforschung wird deutlich, dass unser Sinn erneuert werden kann und wir unser Gehirn tatsächlich wieder „anschalten“ können.

Meine Buchempfehlung:

wer-hat-mein-gehirn-ausgeschaltet-dr-caroline-leaf-front_1

„Hast du manchmal das Gefühl, dass dein Gehirn „ausgeschaltet“ wurde? Hast du dich schon mal entmutigt, ziellos oder überwältigt gefühlt? Gibt es in deinem Leben oder in deiner Familie ungesunde Verhaltensmuster, die du einfach nicht durchbrechen kannst?“

„Ein Gedanke mag harmlos erscheinen, aber wenn er toxisch wird, kann sogar ein Gedanke zu einer körperlichen, emotionalen oder geistlichen Gefahr werden.“

I recommand also:

bk-soyb

What would you do if you found a switch that could turn on your brain and enable you to be happier, healthier in your mind and body, more prosperous, and more intelligent? Dr Caroline Leaf will show you how to find and activate that switch.

What you think with your mind changes your brain and body, and you are designed with the power to switch on your brain. Your mind is that switch. You have an extraordinary ability to determine, achieve, and maintain optimal levels of intelligence, mental health, peace, and happiness, as well as the prevention of disease in your body and mind. You can, through conscious effort, gain control of your thoughts and feelings, and in doing so, you can change the programming and chemistry of your brain.

Science is finally catching up with the Bible, showing us the proof that “God has not given us a spirit of fear, but of power and of love and of a sound mind” (2 Tim. 1:7). Breakthrough neuroscientific research is confirming daily what we instinctively knew all along: what you are thinking every moment of every day becomes a physical reality in your brain and body, which affects your optimal mental and physical health. These thoughts collectively form your attitude, which is your state of mind, and it’s your attitude and not your DNA that determines much of the quality of your life.

Based solidly on the latest neuroscientific research on the brain, as well as Dr Caroline Leaf’s clinical experience and research, you will learn how thoughts impact our spirit, soul, and body. You will also learn how to detox your thoughts using her practical, detailed, and easy-to-use 21-Day Brain Detox Plan. The application is for all walks of life. You won’t forgive that person, get rid of that anxiety or depression, follow that essential preventative healthcare, strive to that intellectual level you know you are capable of, follow that dream, eat that organic food, do that diet, be that great parent or husband or wife or friend, get that promotion, or make other changes to create quality, positive lifestyles—unless you first choose to get your mind right and switch on your brain. After all, the ability to think and choose and to use your mind correctly is often the hardest step, but it is the first and most powerful step.

Download (1)

Video Clip:

http://www.itbn.org/index/detail/ec/hkZXlxajocFz9CpCxa3UCDiNbpKv28WN

Mehr Informationen über Dr. Leaf und ihre Forschung erhalten Sie auf:

www.drleaf.com

http://21daybraindetox.com/7

Leben und Tod in eigener Regie?

Wann ist das Leben nicht mehr lebenswert? Entscheiden wir selbst darüber? Wird uns demnächst vorgeschrieben werden, wie wir zu sterben haben, was human ist oder würdevoll?

Die aktuelle Diskussion rund um die Sterbehilfe und die Debatte im deutschen Bundestag fordern zum Nachdenken über Leben und Tod heraus. Sind wir Herr über Leben und Tod? Haben wir uns das Leben selbst gegeben, dass wir über sein Ende entscheiden wollen? Worauf liegt der Hauptakzent, würdevolles Sterben oder würdevolles Leben?

Tod durch Abtreibung

Tod durch Sterbehilfe

Die Selbsttötung als Behandlungsvariante? „Wir möchten nicht die Profis für den Tod sein“, meint die Bundesärztekammer dazu.

Suizidhilfe durch den Verein. Wer sterben will und viel bezahlt, ist früher tot. 7000 Euro für die besonders schnelle Beihilfe am Selbstmord. Wer nicht so viel Geld hat, muss natürlich dementsprechend länger warten. So geht das bei der StHD, (Sterbehilfe Deutschland)

Ein würdiges Weiterleben unter besten medizinischen und ethischen Voraussetzungen sollte für Kranke und Alte, ja für alle Menschen, also eben auch für Ungeborene  gewährleistet sein.

In den meisten europäischen Ländern, außer in Holland und Belgien ist die Euthanasie oder die Beihilfe zum Suizid verboten. In Luxemburg ist die aktive Sterbehilfe erlaubt. Ein entsprechender Gesetzesentwurf wurde im März 2009 in der Abgeordnetenkammer mehrheitlich verabschiedet. Damals brachte ich mein Buch „Todesspritze außer Kontrolle“ mit dem Untertitel „Ein Plädoyer für das Leben“ heraus. Eine Novelle,  anregend zum Nachdenken und überdies sehr aktuell.

Zu beziehen über die Homepage http://marie-jeanne-reichling.eu/books/dd52dbad2180f99a850fc96371001a71

book1

https://mariejeannereichling.wordpress.com/2014/02/14/ein-pladoyer-fur-das-leben/

http://www.cqv.qc.ca/laura_24_ans_sera_euthanasiee_cet_ete

http://www.katholisch.de/de/katholisch/themen/kirche_2/141115_papst_abtreibung_euthanasie.php

Philippe Pozzo di Borgo: https://www.youtube.com/watch?v=8QSh0npbhos&feature=youtu.be

LAUSANIA, ein Bilder/Hörbuch über Läuse

Jetzt billiger: statt 25 nur noch 15 Euro

Ein schönes Bilder, Mal und Hörbuch mit einer

tollen Geschichte über Kopfläuse.

 

Lausi,  Lausebengel,  Lausbub und Läuschen sind nicht

auszuhüten. Sie sind die kleinen Lauskinder von Lauser und

Nissa, und sie haben nur Unfug im Kopf. Wie und wo leben

die winzigen Tierchen und wie kann man sie wieder loswerden?

 

Geschrieben von Marie-Jeanne Reichling, illustriert von

Cathy Steffen. Die Musik auf dem Hörbuch ist von Exemo

 

Für Kinder ab 4 Jahre, Kindergarten und Grundschule

 LAUSANIA:

Buch mit CD statt 25 Euro, jetzt nur noch 15 Euro

Mal und Aufgabenheft 5 Euro

Laus 15 Euro

Porto 2,20 Euro

  • Bestellung durch Überweisung auf das Konto: BCEELULL IBAN LU63 0019 8403 6532 3000
  • die Preise und Leseproben für alle meine Bücher findet ihr auf der Homepage: http://www.marie-jeanne-reichling.eu

Alex und die Suche nach seiner Identität

Vorstellung meines neuen Jugendromans zum Thema sexuelle Orientierung

Für Jugendliche ab 11 Jahre

 

Alex und Pit begegnen sich. Gleich am An­fang ihrer Bekanntschaft erklärt Pit, er stehe auf Jungs. Das führt dazu, dass auch Alex sich mit seinen widerstreitenden Gefühlen auseinandersetzt.

Zwischen Alex und Pit entwickelt sich eine Freundschaft, die sich trotz unterschiedli­cher Auffassungen so vertieft, dass Pit alles dran setzt, um Alex aus einer sehr gefährli­chen Situation zu befreien.

Auch die vier Geschwister Benny, Rebecca, Melanie und Jonas sind wieder mit dabei.

In diesem spannenden Jugendroman geht es um Identifikation, Selbstfindung und Freundschaft.

 

Dazu eine Leseprobe:

Begegnung mit Pit

Alex Kapps Vater war Lastwagenfahrer und dadurch häufig ein paar Tage von zuhause abwesend. Übers Wochenende war er unterwegs gewesen und hatte eine Fracht nach Spanien gebracht. Am Dienstag kam er wieder zurück. Beim Abendbrot sah er nicht nur müde aus, er war es auch. Neun Stunden hintereinander am Steuer, mit nur kurzen Pinkelpausen, das schlauchte ganz schön. Und das alles, um nicht noch eine Nacht außerhalb verbringen zu müssen. Aber solche Touren machten ihn nervös und reizbar. Dazu kam, dass seine Frau den Reis hatte anbrennen lassen, weil sie, wie sie sagte, während des Kochens noch fertig bügeln wollte. Sie hatte zwar neuen gekocht, doch die ganze Wohnung roch penetrant nach angebranntem Reis.

Er hatte sich deswegen bereits aufgeregt und so war die Atmosphäre bei Tisch leicht angespannt. Nur Tommy plapperte unbekümmert über Fußball. Sein Vater blickte mürrisch drein, ließ ihn aber gewähren. Alex und Lea unterhielten sich leise über irgendetwas aus der Schule. Die Mutter hörte ein bisschen zu, stand dann aber auf und wandte sich fragend an ihren Mann: „Willst du was, ich hole noch eine Flasche Wasser?“

„Bring mir ein Bier mit!“

Sie nickte und verließ die Küche, um gleich darauf mit Wasser und Bier zurückzukommen.

„Wann musst du wieder los?“, fragte sie und reichte ihm die geöffnete Bierflasche. Er nahm einen Schluck und runzelte die Stirn.

„Morgen bin ich noch hier, Donnerstagnachmittag fahr ich…, wohin war das doch gleich?“ Er stellte die Bierflasche ab und zog ein Blatt Papier aus der Hosentasche, es war sein Arbeitsplan, den er jetzt auseinanderfaltete.

„Müsst ihr denn alle gleichzeitig reden?“ fuhr er Alex gereizt an.  Alex blickte verständnislos zurück. Sein Vater ignorierte es und fing an, den Plan zu studieren.

„Um sechs fahr ich los, zuerst geht es nach Antwerpen. Von da weiter nach Holland…“

Er sah Alex drohend an: „Halt doch mal die Klappe Alex!“

„Ich hab doch gar nichts…“, fing Alex an, doch dann schüttelte er den Kopf und schwieg. Er merkte wie Lea und seine Mutter sich Blicke zuwarfen.

Die beiden haben wenigstens einander, dachte er. Sie waren Verbündete und verstanden sich auch ohne Worte. Seine Mutter hatte es einmal so ausgedrückt: Sie und Lea mussten sich wehren und zusammenhalten gegen ihre Männer.

Alex hatte nach dem drohenden Blick seines Vaters kein Wort mehr gesagt. Und doch musste er es jetzt wieder ausbaden. Tommy kam sowieso stets auf seine Kosten, charmant und  fröhlich wie er war. Alle hatten ihn gern und als der Jüngste in der Familie, ließ man ihm so Manches durchgehen. Alex dagegen fühlte sich, wie so oft,  ungerecht und schlecht behandelt.

Niedergeschlagen machte er sich etwas später auf den Weg zum Schwimmclub. Er hatte nach dem Abendessen gleich seine Sachen gepackt und sich einfach davongemacht.  Jetzt war er natürlich viel zu früh dran. Die Auseinandersetzung mit seinem Vater erfüllte ihn mit Wut und Enttäuschung. Immer bekam er die Schuld für alles.

Bei der Schwimmhalle angekommen, setzte er sich draußen auf die Mauer. Die Sporttasche stellte er zu seinen Füßen ab, legte die Hände unter die Oberschenkel und dachte  weiter über seine Beziehung zu seinem Vater nach. Warum nur reagierte er immer so? Nie hatte er ein gutes Wort für Alex und bei jeder Kleinigkeit brauste er auf. Tommy dagegen ließ er fast alles durchgehen. Der konnte sich sogar erlauben, zurück zu maulen. Aber Alex war sowieso keine kämpferische Natur, dafür war er viel zu sensibel.  Auch seine künstlerischen Interessen und seine Begabung am Klavier waren seinem Vater ein Dorn im Auge. Dadurch würde Alex nur noch mehr verweichlichen, meinte er. Alex seufzte. Sein Vater verstand ihn eben nicht. Er gönnte ihm auch nichts. Alex konnte froh sein, solange er ihm das Klavier spielen nicht ganz verbot.

„Bist du nicht Rebeccas kleiner Bruder?“, klang plötzlich eine Stimme an sein Ohr. Vor ihm stand Pit und sah ihn neugierig an „Wie heißt du?“

„Ich heiße Alex“, antwortete er mürrisch. „Und nein, ich bin nicht Rebeccas Bruder. Du verwechselst mich bestimmt mit Benny. Aber ich weiß, wer du bist. Du heißt Pit und bist in derselben Klasse wie Rebecca.“

„Stimmt.“

Alex sah auf und merkte, wie Pit ihn von oben bis unten musterte. Alex tat es ihm gleich und ließ einen leicht provozierenden Blick über Pits Gestalt gleiten. Pit war einen Kopf größer als er, schlank, mit blondem kurzgeschnittenen Haar, sanften braunen Augen und einem weichen Mund.

Alex machte eine fragende Kopfbewegung zu ihm hin: „Was ist los, willst du etwas von Rebecca? Bist du verliebt in sie?“

Pit auflachend „Wie kommst du denn darauf?“

„Weil sie hübsch ist und alle Jungs hinter ihr her sind, behauptet jedenfalls Benny.“

„Ich interessiere mich nicht für Mädchen, ich steh eher auf Jungs.“ Wieder der eindringliche Blick. „Aber du bist hübsch, ich habe dich beobachtet, wie du da saßest.“

Bei Pits Worten wurde Alex rot. Er sah tatsächlich gut aus. Sein dunkelbraunes Haar trug er an den Seiten kurz geschoren und in der Mitte schwungvoll nach hinten gekämmt. Um das gut hinzukriegen, verbrachte er morgens fast eine Viertelstunde vor dem Spiegel, bevor er mit seiner Frisur zufrieden war. Seine grünen Augen blitzten munter in einem schmalen Gesicht. Er hatte einen schlanken Körperbau und achtete stets darauf, dass sein Outfit modisch aktuell war und alles gut zusammenpasste.

Nun versuchte er abzulenken „Ich bin etwas früh dran für meinen Schwimmkurs, deshalb habe ich hier gewartet.“

„Das heißt, du bist jeden Dienstag hier?“

„Ja leider.“

Pit lachte. „Das klingt, als ob du keine große Lust aufs schwimmen hättest.“

„Ich hasse schwimmen“, erwiderte Alex und verzog das Gesicht, „aber mein Vater zwingt mich dazu. Damit ich abgehärtet werde.“

„Nun es ist gut für deine Figur.“

Alex spürte, wie er schon wieder errötete.

„Ich muss jetzt reingehen“, sagte er und stand hastig auf. „Meine Stunde fängt an, tschüss.“

„Na dann tschüu, bis nächsten Dienstag“, sagte Pit mit einem sanften Lächeln.

Die Begegnung mit Pit ging Alex nicht mehr aus dem Kopf. Er fand es irgendwie beeindruckend, dass Pit einfach sagte, er habe lieber Jungs statt Mädchen. Für ihn schien das ganz normal zu sein. Jedenfalls genierte er sich nicht, es zuzugeben.

Auf den ersten Blick sah Pit nicht aus wie eine Schwuchtel, fand Alex. Er war groß, schlank und gut gebaut. Nun ja,  warum sollte man als Homosexueller nicht sportlich sein. Das waren doch alles nur Vorurteile. Immerhin gab es einige sehr gute schwule Sportler.

 ——-

Alex schüttelte das beklemmende Gefühl ab. So ein Blödsinn, dachte er. Endlich hat es geklappt und ich besuche meinen Klavierlehrer. Jack ist eben gefühlvoll, beruhigte er sich selbst, ein Künstler.

Jack ging hinüber zu der altmodischen Stereoanlage und schaltete sie ein. Sogleich dröhnte die bellende Stimme des Metallica Frontsängers James Hetfield durch den Raum. Alex blieb wie angewurzelt stehen.

Jack sah es und lachte schallend „Ha, da staunst du was?“  schrie er laut, bei dem Versuch gegen das Brüllen Hetfields anzukommen „Den Musikgeschmack hättest du dem alten Jack nicht zugetraut, wie?“

Alex nickte perplex „Es ist ein bisschen ungewohnt.“

„Der Hetfield hat schon viel durchgemacht, weißt du? In seiner Musik lässt James Monster raus, die ihn seit seiner Kindheit verfolgen.“

Jack betätigte die Fernbedienung, und abrupt wurde es still im Raum.

„Düstere Texte, was? Doch ich kann es ihm nachfühlen. Er ist in meinem Alter, gerade fünfzig geworden. So ist das leider Alex, gegen manche Dämonen kommt man einfach nicht an.“

Sein Lachen klang zynisch und brach von einem Moment auf den anderen ab. Er starrte vor sich hin. Nach einer kleinen Weile wiegte er den Kopf hin und her.

„Gefällt dir nicht? Also für dich lieber etwas aktuelleres.“

Wieder wirkte er wie ausgewechselt.

Er legte eine andere CD ein und seine Stimme wurde schwärmerisch: „Macklemore and Ryan Lewis – Same Love Lyrics.“

Die Musik erklang. Jack öffnete eine  Glasvitrine und entnahm ihr zwei Gläser.

„Was trinkst du, Fanta, Cola?“, fragte er, jetzt mit seinem üblichen, freundlichen Lächeln.

Alex wollte am liebsten gar nichts mehr trinken. Er fühlte sich heute nicht richtig wohl in Jacks Gegenwart. Seine Stimmungen schienen hin und her zu schwanken. Hatte er Drogen genommen oder was war los mit ihm?

Doch Alex traute sich nicht, das Getränk abzulehnen, so überging er das ungute Gefühl und nickte „Danke gern.“

„Ja was denn nun, Cola oder Fanta?“ Jacks Stimme klang schon wieder leicht ungeduldig.

„Cola bitte.“

„Nun gut, also ein Glas Cola, setz dich doch endlich!“

Alex gehorchte und setzte sich vorne aufs Sofa. Jack drehte ihm den Rücken zu, schenkte ein und kam langsam auf Alex zu. Er hatte ein sonderbares Glimmen in den Augen, als er die Gläser aufs Sofatischchen stellte und sich ganz nahe zu Alex hinunter beugte. Alex stockte der Atem.

Homepage: www.marie-jeanne-reichling.eu

 

Ein Plädoyer für das Leben

„Bitte unterschreibe das Euthanasie-Gesetz nicht – Zum Wohle der Kinder dieser Welt“, flehte Jessica Saba in einer Videobotschaft an den belgischen König. Die kleine Kanadierin kam mit einem schweren Herzfehler zur Welt und schien dem sicheren Tod geweiht. Sie hat Dutzende Operationen hinter sich. Ihr Vater, selbst Mediziner, sagt: „Wäre Jessica in einem Land geboren worden, wo es Sterbehilfe für Minderjährige gibt, wäre sie vermutlich tot.“ Stattdessen ist Jessica heute ein fröhliches Mädchen. Belgien hat mit großer Mehrheit der Parlamentarier und unter Zustimmung der Bevölkerung ein Gesetz beschlossen, das Euthanasie für Kinder zulässt. Leider wird dieses Gesetz den Druck auf leidende Kinder, ihre Eltern und die Ärzte erhöhen, sich für den Tod zu entscheiden. Und der belgische Schritt wird unheilvolle Signalwirkung für Europa und die Welt haben.  Dabei sollte es sein, wie Kardinal König sagte: ein Mensch, schon gar ein Kind, kann an der Hand, aber niemals, niemals durch die Hand eines anderen Menschen sterben.“

Laura, 24 Jahre alt, physisch kerngesund verlangt zu sterben. Ihr wird in diesem Sommer die Euthanasie gestattet. http://www.cqv.qc.ca/laura_24_ans_sera_euthanasiee_cet_ete

In Luxemburg wird die Euthanasie vielleicht bald zu einer „natürlichen Todesursache“ erklärt werden. Der Abgeordnete Fernand Kartheiser von der ADR (L) äusserte seine Bedenken über Facebook nach der Vorstellung des Euthanasie-Berichtes von der Gesundheitskommission Anfang Mai. So scheint die ADR die einzige Partei im Land zu sein, die noch für den Schutz des Lebens einsteht. Verschiedene Mitglieder der CSV, berichtete er, plädierten genau so leidenschaftlich für die Euthanasie wie die Linksparteien. Das „C“ im Namen nur noch ein reiner Etikettenschwindel! Leider gebe es eine Kontrollkommission, welche die Euthanasie nicht kontrolliere, sondern promoviere. Sie fange sogar an, sich gegen die Gewissensfreiheit der Apotheker auszusprechen und kritisiere Ärzte, die gegen die Euthanasie sind. Er habe den Eindruck, so Kartheiser, kritische Menschen mit moralischen Überzeugungen seien nicht erwünscht und die ganze Argumentation diene bloss dazu, den Hausarzt durch einen  pro-Euthanasie-Mechanismus zu ersetzen. Man wolle, dass die Euthanasie zu einer „natürlichen Todesursache“ erklärt wird. Was ist natürlich daran, wenn ein kranker Mensch von einem andern Menschen – ganz legal – umgebracht wird? In der Diskussion in der Abgeordnetenkammer, sei es auch darum gegangen, dass Minderjährige und geistig kranke Menschen (Alzheimer) die Euthanasie bekommen sollten. Belgien werde ja oft als Modell zitiert, wenn es um Euthanasie gehe. Ausgerechnet Belgien, das vor kurzem fast einen Gefangenen euthanasiert hätte. Es sieht so aus, als wäre die ADR wirklich die einzige Partei, die ein Gefühl dafür hat, wie gefährlich Euthanasie ist. Man kann sich der Frage von Fernand Kartheiser nur anschließen: „Auf welchen Weg soll das führen und wo steuert unsere Gesellschaft hin?“ „Todesspritze außer Kontrolle – Ein Plädoyer für das Leben“ http://www.marie-jeanne-reichling.eu 

book1

Mein Buch „Todesspritze außer Kontrolle“  behandelt das Thema Sterbehilfe. Zu der Zeit als ich dieses Buch schrieb, wurde gerade das Euthanasie-Gesetz in Luxemburg gestimmt. Es gab viele  dramatische Diskussionen zu diesem Thema im Lande, sowohl auf politischer Ebene, wo während der Abstimmung bei  einigen Abgeordneten sogar die Tränen flossen, wie auch in der übrigen Bevölkerung. Das war auch gut so. Es war gut, dass viele sich dagegen geäußert, auf die Missbrauchgefahr hingewiesen und davor gewarnt hatten. Denn das Gesetz ist in Kraft getreten und es wurde zuerst auch sehr streng kontrolliert. Bei meinen Recherchen zu diesem hochaktuellen Thema bin ich auf das Werk „In Würde sterben“ von Doktor Fuat S. Oduncu gestoßen. Sein Konzept eines dritten Weges zwischen Euthanasie und Übertherapie, hat mich so sehr beeindruckt dass ich meinem Helden den Namen Rahim, in aramäisch „RAHME“ gegeben habe. „RAHME“ (Barmherzigkeit, Anteilnahme, Liebe, Gnade, Empathie). Einige persönliche Erlebnisse, welche ich mit Sterbenden hatte, unter anderen mit meiner Schwester die an einer unheilbaren Knochenkrankheit gestorben ist, habe ich in meine Geschichte mit einfließen lassen. Nur ein paar Jahre später nehmen die Bestrebungen, das Gesetz zu lockern und die Tötungen zu erleichtern zu. Die EU und Gambia haben die Abtreibung ungeborener Kinder bereits zu einem Menschenrecht gemacht. Was sollte sie noch davor zurückhalten, die Gesetze anzupassen, damit es leichter wird, sich der kranken, alten und behinderten Menschen zu entledigen?

LAUSANIA, ein Bilder/Hörbuch über Läuse

Endlich ein schönes Bilder, Mal und Hörbuch mit einer

tollen Geschichte über Kopfläuse.

 

Lausi,  Lausebengel,  Lausbub und Läuschen sind nicht

auszuhüten. Sie sind die kleinen Lauskinder von Lauser und

Nissa, und sie haben nur Unfug im Kopf. Wie und wo leben

die winzigen Tierchen und wie kann man sie wieder loswerden?

 

Geschrieben von Marie-Jeanne Reichling, illustriert von

Cathy Steffen. Die Musik auf dem Hörbuch ist von Exemo

 

Für Kinder ab 4 Jahre, Kindergarten und Grundschule

 LAUSANIA:

Buch mit CD 25 Euro

Laus 15 Euro

Porto 2,20 Euro

  • Bestellung durch Überweisung auf das Konto: BCEELULL IBAN LU63 0019 8403 6532 3000
  • die Preise und Leseproben für alle meine Bücher findet ihr auf der Homepage: http://www.marie-jeanne-reichling.eu