Entspannt und ausgerichtet erziehen

 

Lasst die Leine locker! So ist ein Artikel von Nicol Ljubic in der „Zeit“ überschrieben. Er gibt darin ehrlich zu, dass er nicht immer zuhört, wenn er gerade die Zeitung liest und sein Sohn ihn anspricht. Er weiß auch nicht immer Bescheid, wann der eine Klassenarbeit schreibt und kontrolliert auch nicht jeden Tag seine Hausaufgaben. Er gesteht, dass es bei ihm manchmal einfach Faulheit ist.  Trotzdem scheint sein Sohn ganz zufrieden mit seinen Eltern.

Er schreibt über die Eigenschaft der Gelassenheit, die vielen Eltern abhanden gekommen ist.

Ein elfjähriger darf auf einen Baum klettern, ohne dass sein Vater vor Schreck umkippt. Ihr müsst eure Kinder nicht ständig überwachen.

Entspannt euch mal Eltern und lasst los!           images

Wäre es nur nicht so gefährlich geworden. Da lauern so viele Gefahren, Autos, Pädophile, das Jugendamt, der Staat und vieles mehr.

Eltern stehen unter Stress. Sie sind beruflich sehr eingebunden, haben die Karriere im Blick, sie wollen aber auch das Beste für ihre Kinder. Sie wollen sie gut erziehen und werden dabei von Psychologen, Psychiatern, Pädagogen, Familientherapeuten, Lehrern und Freunden „unterstützt“. Erziehungsratgeber, Elternratgeber, die Medien und der Staat helfen ihnen auf die Sprünge. Der Staat mischt sich ja mittlerweile in jeden Bereich unseres Lebens ein. Auch in der Schule stehen die Kinder viel unter Druck und sollen funktionieren. Die ADHS-Diagnose lauert vor der Tür. Ein unangepasstes, zu lebhaftes Kind passt nicht in die gegebenen Strukturen.

Diejenigen Eltern, die sich den Luxus leisten und deren Kinder die ersten Jahre über in der Geborgenheit der Familie aufwachsen können, lassen ihre Sprösslingen wohl noch am ehesten ihre Welt selbst erforschen und entdecken. Diese Mischung aus loslassen und für es da sein, wenn es einen braucht, ist für ein Kind ideal. Wir waren früher ganze Nachmittage allein unterwegs, haben im Wald unsere Hütten gebaut und auf der Straße mit den Nachbarskindern gespielt. Heute ist das fast unmöglich geworden. Eltern müssen genau wissen, bei wem ihre Kinder sich aufhalten und was sie tun. Es ist gar nicht so leicht, die Kinder mal loszulassen und ihnen zu vertrauen, dass sie nicht gleich in der Schule durchfallen oder verunglücken, wenn wir nicht alles kontrollieren.

Als Gott Himmel und Erde erschuf, gründete er auch die Familie. Er hat wunderbare Absichten mit der Familie. „Siehe, Kinder sind eine Gabe des Herrn und Leibesfrucht ist ein Geschenk“ Psalm 127,3. Wenn Seine Liebe vorhanden ist, können Kinder gut gedeihen und sich geborgen fühlen im Schoss ihrer Familie. Sind die Eltern ausgerichtet auf Gottes Willen, auf Seine guten Absichten mit der Familie, so können sie entspannt erziehen. Alles wird ausgewogener und kommt in ein gesundes Gleichgewicht. Die Kinder spüren die Sicherheit, die nur aus einer lebendigen Beziehung mit Gott entsteht. Sie wissen, meine Eltern lassen sich nicht bei den ersten Schwierigkeiten scheiden. Sie orientieren sich nach Gottes Wort.

Im Epheserbrief steht: „Ihr  Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern zieht sie auf in der Zucht und Ermahnung des Herrn“, aber auch. „Ihr Kinder, gehorcht euren Eltern im Herrn! Denn das ist recht. Ehre deinen Vater und deine Mutter, das ist das erste Gebot mit Verheißung – damit es dir wohl gehe und du lange lebst auf der Erde.“ In diesen Bibelversen kommt die Ausgewogenheit zum Ausdruck, zwischen gegenseitiger Achtung, Liebe und Respekt.

http://www.zeit.de/2014/38/kindererziehung-fuersorge-verbote

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Kindererziehung in der Familie statt Geld und Karriere.

Es ist ein großes Glück, Kinder zu haben. Ein Baby zu gebären und es zu stillen, ist eine der schönsten und wertvollsten Erfahrungen, die es gibt. Kinder sind ein Segen! Es bringt so viel Freude, ihre Entwicklungsschritte zu verfolgen, mitzuerleben, wie sie lernen, die Welt erforschen, und wie sich dabei ihre eigenen Persönlichkeiten herauskristallisieren. Man staunt über die Charaktereigenschaften von Mama und Papa, die sich plötzlich bei den Kleinen zeigen. Natürlich ist nicht alles nur Freude. Es gehört auch das Bangen dazu, wenn sie krank sind, die ganze Verantwortung, die Sorgen wenn sie in die Pubertät kommen und ebenso die Auseinandersetzungen in der Zeit.

Der Staat übernimmt bereits zu einem großen Teil die Kindererziehung. Viele Eltern geben ihre Kinder in die staatliche Betreuung ab, weil sie zu zweit arbeiten gehen. Man will seinen Kindern schließlich etwas bieten und sich selbst auch. Manche Mütter sind zwar mittags zuhause, doch die Kinder essen trotzdem in der Kantine, weil die Mahlzeiten dort billiger sind, als wenn man sie selber kocht.

Ich werfe mal die Frage auf. Wozu erzieht der Staat die Kinder? Und hat er dabei dieselbe liebevolle Absicht wie die Eltern? Wohl kaum.

Muss eine Frau, die nicht arbeitet, sich schlecht fühlen, wenn sie „nur“ Hausfrau und Mutter ist? Wenn sie sich zuhause um ihre Kinder kümmert, den Haushalt führt und ihrem Mann ein gutes Essen kocht, wenn er von der Arbeit nach Hause kommt. Es lohnt sich, Familie und Kindererziehung an die erste Stelle zu setzen, ich kann es bezeugen. Meine acht Kinder und ein Pflegekind gingen weder in die Kinderkrippe noch in die Tagesstätte oder in die Ganztagsschule. Ich habe zuhause für sie gekocht, mit ihnen gespielt, habe ihre Entwicklung verfolgt, ja ihre Streitigkeiten geschlichtet. Dabei habe ich über mehrere Jahre hinweg nicht mein eigenes Wohlergehen an die erste Stelle gesetzt, sondern das meiner Familie. Und damit meine ich nicht ihr materielles Wohlergehen. Die jüngeren mussten schon mal die Kleider der älteren Geschwister tragen. Es wurde auf einiges verzichtet, doch wir waren füreinander da. Später, als Alleinerziehende, habe ich mein Bestes getan, damit die Kinder nicht zu sehr unter der Situation litten und habe sie nach bestem Wissen und Gewissen erzogen. Klar habe ich Fehler gemacht, auch meine Kinder machen Fehler, daraus lernen wir. Die vielgepriesene Professionalität gelernter Erzieher kann unseren Kindern niemals das geben, was ihnen die Familie gibt und bedeutet.

Statt den Familien die Kinder abzuluchsen, sollte der Staat sie vielmehr fördern, schützen und finanziell unterstützen.

Kinder sind unsere Zukunft, wir sollten sie nicht dem Staat überlassen. Wenn wir weiterhin unsere Kinder noch selber erziehen wollen, dann dürfen wir die Angebote des Staates, z.B. die gratis Kinderbetreuung, nicht mehr in Anspruch nehmen. Dann müssen wir uns wieder darauf besinnen, dass die Familie die Kernzelle der Gesellschaft ist. Sie ist der Ort wo man willkommen ist und Verständnis findet. Sie gibt den Kindern Schutz und Geborgenheit in den ersten Jahren. Vor allem aber ist das Wichtigste vorhanden, Liebe und Beziehung. Genau das, was Kinder brauchen, um sich gesund entfalten zu können und glücklich aufzuwachsen.

http://www.faz.net/aktuell/politik/gender-mainstreaming-politische-geschlechtsumwandlung-1327841.html